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Am SW-Rand des Thüringer Waldes bei Bad Liebenstein-Schweina befindet sich die wichtigste Kobaltlagerstätte. Kleinere Vorkommen liegen bei Kupfersuhl und Asbach. Zur Alaun und Vitriolgewinnung wurden die pyrithaltigen Alaunschiefer von Großbreitenbach und Altenfeld genutzt. Besonders in der Gräfenthal-Formation (Ordvizium) bildeten sich im Randbereich der Meere oolithische Eisenerzlagerstätten. Diese enthalten im wesentlichen Chamosit, Quarz, Thuringit und Siderit. Der Erzgehalt beträgt um die 30%. Im Rotliegenden wurde vor allem nach buntmetallverdächtigen Schwarzschiefern und nach Steinkohleflözen gesucht. Steinkohle wurde vor allem in der Georgenthal- und Manebacher- Formation abgebaut. In der Manebacher Formation sind insgesamt 8 Flöze nachgewiesen. Nach Kupferschiefer schürfte man bei Ilmenau , Stadtfeld, Mosbach, Schmerbach, Catterfeld, und Saalfeld. Einen seiner Höhepunkte erlebte der Bergbau in den 50er Jahren des 20Jh. Verstaatlichte Kaligruben, (Südharz und Werragebiet) eine immense Steigerung der Braunkohleförderung sowie die Uranerzgewinnung (SDAG Wismut) haben tiefe Spuren in der Landschaft hinterlassen. Nach der Wende wurden große Geldmengen zur Rekultivierung der verschandelten Natur benötigt. Nach 1990 kam es zum völligen Niedergang des Bergbau in Thüringen. Er besitzt heute, mit Ausnahme des Bergbaus der Fluoritgrube Gehren, nur noch historische Bedeutung. Bekannte Bergbaugebiete sind + Besucherbergwerke(kleine Auswahl) Revier Kamsdorf Besucherbergwerk Vereinigte Reviere Kamsdorf Link Revier Ilmenau Schaubergwerk Volle Rose Link Revier Friedrichroda Marienglashöhle Friedrichroda Link Saalfeld Feengrotten Link Gesteins- und Erdrohstoffe in Thüringen (Auswahl) ( Stand 1995 ) Verwandte Themen Geologie Thüringer Wald Begriffserklärung Abbaumethoden Lesen Sie auch Biografien deutscher Geologen und Mineralogen Übersicht Kurzporträts Minerale und Minerale in Thüringen Quellenverzeichnis -Wikipedia - http://www.bergmannsverein-erfurt.de/index.php?unmenue=startseite&content=startseite&PHPSESSID=2517591b7492dff4e4af5996a93cb96d Link
Bergbau in Thüringen In der Geschichte des Thüringer Waldes gab es zahlreiche sedimentäre, tektonische und magmatische Prozesse die eine Reihe Erz-und Minerallagerstätten zur Folge hatte. Jahrhunderte lang waren diese Vorkommen Anlass für einen, zumindestens, lokal bedeutenden Bergbau. Die ehemaligen Bergbaugebiete sind heute, obwohl schon teilweise mehrfach durchsucht ein Bätigungsfeld für Mineraliensammler. Parallel dazu, ist und war, die Gewinnung von Stein-und Erdrohstoffen von Bedeutung. Energiegrundlage für weitere Industrie waren die örtlich entdeckten Steinkohlevorkommen. (z.B Manebach) Seit langer Zeit liefern die Steinbrüche Baumaterial für Wege und Straßen sowie für Ansiedlungen. Gesteinsfarben und Strukturen sind die Eigenheit vieler Dörfer und Städte in der Region. Der Dachschieferreichtum im Schwarzburg-Antiklinorium führte dazu, das in östlichen Teilen Thüringens zahlreiche Gebäude eine Dach-oder Wandverkleidung aus Schiefer tragen. Im mittleren Thüringer Wald findet man oftmals verarbeitete Sandsteine der Goldlauter-Formation vor oder bearbeitetes Gesteinsmaterial aus Rhyolithtuffen der Oberhof-Formation. Eine bedeutende Rolle bei der Nutzung von Gesteinsrohstoffen spielt die Tambach-Formation, deren Sandsteine von besonders hoher Qualität sind.
Zwischen Tambach-Dietharz, Crawinkel und Oberhof wurde eine spezielle Variante des Rhyoliths zur Herstellung von Mühlsteinen abgebaut und so bekam das Gestein den Namen"Mühlsteinporphyr". Das Mühlsteingewerbe läßt sich bis in das Jahr 1519 zurückverfolgen und 1875 stellten 11 Mühlsteinbetriebe noch über 600 Mühlsteine her. Eisen, Mangan, Kobalt, Kupfer, Schwerspat und Flußspat wurden vor wenigen Jahren noch abgebaut, hatten jedoch nur regionale Bedeutung. Kleinere Hämatitlagerstätten gibt es im Thüringer Wald in Ruhla, Brotterode, Asbach und Friedrichroda. Bad Schmiedefeld ist durch die Lagerstätte Crux bekannt. Hier kam es zu einer Anreicherung von Manganit. Die Manganerzlagerstätten des Thüringer Waldes besitzen ebenfalls nur noch historische Bedeutung. Im Arlesberger Revier herrschen Manganit, Pyrolusit und Braunit vor während im Oehrenstocker Revier Pyrolusit zusammen mit Baryt und Calcit auftritt. Weitere Reviere bestanden in Schmalkalden (Eisenerze, Limonit, Baryt) und Mommel bei Trusetal. (Limonit-Baryt, Baryt-Fluorit Abfolge) Bekannt für Eisenerze war das Kamsdorfer Revier. Hier wird heute nur noch im Tagebau Kamsdorf Stein gebrochen der für die Bauindustrie benötigt wird.
Schieferbergbau um Lehesten
Grube Glücksstern /Gottlob in Friedrichroda
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