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Mineralsystematik nach H.Strunz siehe hier Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung Sie zählt heute zu den wichtigsten Grundlagen der Plattentektonik und wird für immer mit dem Namen Wegener verbunden bleiben. Schon andere Forscher vor ihm hatten die Ähnlichkeit des Küstenverlaufs von Südamerika und Afrika bemerkt. Als sich Wegener 1911 zufällig mit paläontologischen Problemen Südamerikas und Afrikas beschäftigte keimte die Idee eines Urkontinentes ihn ihm auf. Im Gegensatz zu anderen Forschern gelang es Wegener jedoch durch vielfältige Untersuchungen auf mehreren Teilgebieten der Geowissentschaften seine Theorie zu untermauern. Die Theorie besagt den sehr langsamen Horizontaldrift der Erdkrustenteile (Kontinentaltafel) auf einem plastischen Untergrund. Die Theorie geht von einem Urkontinent aus (Pangäa) der zunächst in 2 Teile zerbrach aus denen dann durch weitere Brüche die heutigen Kontinente entstanden die dann in verschiedene Richtungen auseinander drifteten. Unabhängig von Wegener äußerte der Amerikaner F.B.Taylor ähnliche Gedanken. Neptunismus Ist eine veraltete geologische Anschauung wonach alle Gesteine Sedimente sind und sich aus dem Wasser der Ozeane abgelagert haben. Diese Ansicht wurde von A.G.Werner im 18Jh. in Freital aufgestellt. Er behauptete auch das Vulkanismus durch unterirdische Kohlebrände entsteht. Der Neptunismus wurde insbesondere von A.v.Humboldt bezweifelt der auf seiner S-Amerika Expdition andere Beobachtungen gemacht hatte die den Neptunismus widersprachen. Dieses äußerte Humboldt 1826 erstmalig öffentlich in einem Vortrag. Plutonismus War eine geologische Lehre die davon ausging das die Gesteine ursprünglich von vulkanischen Kräften gebildet wurde. Im Gegensatz dazu steht der Neptunismus und zwischen 1790 und 1830 gab es zwischen den Vetretern beider Entwicklungstheorien einen heftigen Streit. Die Plutonismustheorie wurde in der Hauptsache von J.Hutton (1726-1797), einen schottischen Geologen entwickelt während der Neptunismus von dem deutschen Geologen A.G.Werner aufgestellt wurde. Der Streit zwischen den beiden Anschauungen führte zur Entstehung der modernen Geologie.
Kontinentaldrift Schon vor A.Wegener war der der ähnliche Küstenverlauf der afrikanischen West-bzw. der südamerikanischen Ostküste aufgefallen. Doch Wegener gelang es als Ersten seine Theorie durch verschiedene Zweige der Geowissentschaften zu untermauern. Argumente für seine Theorie fand er z.B. als er auf die Ähnlichkeit von Gesteinsformationen in Indien, Madagaskar und Ostafrika hinwies. In Südafrika gibt es einen Gebirgszug der seine Verlängerung in Argentinien zu haben schien. Präkambrische Gesteine in Schottland entsprachen Gesteinen in Labrador. Fossilien der Gattung Glossopteris fand man in Afrika und Brasilien. Die fossile Schnecke Helix pomata findet man in Europa und Nordamerika. Von Haus aus war Wegener Metereologe und auf diesen Gebiet konnte er starke Argumente für seine Theorie ins Feld führen. Kohlevorkommen die man in der Antarktis entdeckt hatte können fast nur unter tropischen Bedingungen entstanden sein. Auf Spitzbergen kamen fossile Bäume ans Tageslicht die man heute in den Mittelmeerländern findet. Diese Funde waren nur mit der Existenz eines ehemaligen Urkontinents, der später zerbrach und dessen Teile auseinander drifteten, erklärbar. Wegener nannte ihn Pangaea. Das Problem Wegeners bestand darin, das er nicht die Ursachen des Kontinentaldrifts erklären konnte. Er versuchte die Bewegungen der Erdplatten mit Zentrifugal-und Gezeitenkräfte zu erklären, die aber, wie der britische Astronom H.Jeffreys nachwies, viel zu schwach waren. Diese Schwäche seiner Theorie lieferte den Gegnern Wegeners zahlreiche Gegenargumente so das sie sich zu Lebzeiten des Wissentschaftlers nicht allgemein durchsetzten konnte. In der letzten Ausgabe seiner " Entstehung der Kontinente und Ozeane" griff Wegener auf die Erkenntnisse des Geophysikers R.Schwimmer zurück. Dieser nennt als Ursachen des Drifts thermisch bedingte Strömungen im Erdinnern. Konvektionsströme sind nach heutigen Erkenntnisstand der plausibelste Grund für den Motor der Plattentektonik. Verwandte Themen Biografie von F.v.Schlotheim Biografie von J.C.Gehler Lesen Sie auch Das Streckeisendiagramm Gesteine in Thüringen (Übersicht) Quellenverzeichnis siehe: Link
Strunz,Hugo War ein bedeutender deutscher Mineraloge und schuf eine moderne Klassifikation der Minerale die er 1941 erstmalig veröffentlichte. Seit her sind die "Mineralogischen Tabellen" in vielen Sprachen erschienen und gehören heute, immer den neusten Erkenntnissen angepaßt, zu den Standardwerken der Mineralogie. Für diese und andere herrausragende Leistungen (Entdecker von 14 Mineralen) erhielt Prof.Dr.Dr. H.Strunz zahlreiche Ehrungen. Er verstarb am 19.04.2006 im Alter von 96 Jahren. Wagenbreth, Otfried O.Wagenbreth ist Geologe und Montanhistoriker und wurde am 07.04.1927 in Greiz geboren. Er studierte an der Bergakademie Freiberg von 1946-50 Bergbaukunde. 1958 promovierte Wagenbreth zum Dr.rer.nat. 1962 wurde er Dozent an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar. Ab 1979 lehrte er an der TU Dresden Geschichte und Dokumentation der Produktionsmittel. Von 1992- 94 folgte er einen Ruf der Bergakademie Freiberg wo er das neu gegründete Institut für wissentschaftliche Technikgeschichte leitete. Wagenbreth veröffentlichte etwa 500 geowissentschaftliche Arbeiten von denen einige zu Standardwerken geworden sind. Besondere Verdienste erwarb er sich bei seinem Engagement zur Erhaltung von Denkmalen des Berg-und Hüttenwesens in Sachsen. Wegener, Alfred Lothar Alfred Lothar Wegener wurde am 1.11.1880 in Berlin geboren und verstarb im November 1930 in Grönland. Seine Kontinentalverschiebungstheorie wurde leider erst postum anerkannt und gilt heute im wesentlichen als gesichert. Wegener war das jüngste von 5 Kindern einer Pastorenfamilie und schloß das Gymnasium als Klassenbester ab. In Berlin studierte er von 1900-1904 Physik, Astronomie und Meteorologie. 1904 schrieb er hier seine Doktorarbeit in Astronomie wandte sich aber der Physik und Meteorologie zu. Im jahr 1904 unternahm Wegener seine erste von 4 Grönlandfahrten. Hier betrieb er vor allem meteorologische Studien und errichtete die erste Station in Grönland. Er selber bezeichnet die Expedition als bedeutenden Wendepunkt in seinem Leben. Nach seiner Rückehr 1908 war Wegner bis zum Ausbruch des 1.WK Privatdozent in Marburg. Diese Zeit gehört zu den fruchtbarsten Jahren im Schaffen von Wegener. Bereits 1912 stellte er seine ersten Gedanken zur Kontinentalverschiebung an und machte sie in der Öffentlichkeit bekannt. 1912 lernte er seine zukünftige Frau kennen und nahm noch vor der Hochzeit, an einer 2.Grönlandexpediton teil, die in wissentschaftlicher Hinsicht Maßstäbe setzte. Mit Beginn des 1.WK wurde Wegener sofort eingezogen jedoch dauerte sein Einsatz nur kurze Zeit der er Verletzungen erlitt und felddienstuntauglich geschrieben wurde. Er wurde dem Heereswetterdienst zugeteilt und arbeitete an der ersten Fassung seines Hauptwerkes- "Die Entstehung der Kontinente und Ozeane" Durch die allgemeinen Kriegswirren fand das Bändchen nur wenig Beachtung. Bis Kriegsende publizierte Wegener nahezu 20 weitere Arbeiten. Nach dem Krieg zog Wegener mit seiner Familie nach Hamburg und 1922 erschien die 3.Auflage seines Hauptwerkes und es setzte die Diskussion darüber ein. 1929 unternahm Wegener seine 3. Grönlandexpedition. Sie galt nur als Vorbereitung zu der ein Jahr später beginnenden Hauptexpedition. Diese stand von Anfang an unter eine schlechten Stern. Auf dem Rückweg zur festen Forschungsstation kam Wegener wahrscheinlich am 16.11 1930 ums Leben. Sein sorgsam angelgtes Grab fand man 1931. Sein grönländischer Begleiter Rasmus Villusmen blieb verschollen und mit ihm das Tagebuch von Wegener. Werner, Abraham Gottlob Werner war ein deutscher Mineraloge und gilt als der Begründer der Geognosie. Er wurde am 25.09.1749 in Wehrau geboren und verstarb am 30.06.1817 in Dresden. Werner war bereits als Kind bei seinem Vater als Hüttenschreiber tätig ehe er 1769 an die Bergakademie Freiberg ging. Ab 1771 war er an der Universität Leipzig wo er Rechtswissentschaft und später Naturwissentschaft studierte. Im Jahr 1775 wurde er als Lehrer der Mineralogie an die Bergakedemie Freiberg berufen wo er dann Professor wurde und dort bis zu seinem Tode blieb. Werner zog Studenten aus aller Welt an und zu seinen Schüler gehörten z.B. A.v.Humboldt, Leopold v.Buch und Friedrich Mohs. Werner entwickelte die Mineralogie als ein von der Bergbaukunde unabhängiges und selbständiges Fachgebiet. Er hielt als erster Vorträge über Geognosie als Wissentschaft von der physischen und mineralogischen Beschaffenheit der Erde. Als einer der ersten schuff er eine Mineralklassifikation die allerdings heute nicht mehr in Gebrauch ist. Werner war der Begründer des Neptunismus der davon ausgeht das Veränderungen der Erdoberfläche und die Bildung von Mineralen durch Wasser verursacht wird.
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