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Morphologie: mikrokristalline Quarzvarietät
Achat Varietät von Chalcedon Karneol rote bis orangene Färbung Hier ein Karneol von einem Feld bei Schöngleina/Jena mit der braunen Varietät Sarder Skolezitachat Pseudomorphose nach Skolezit Trümmerachat Durch Tektonik zerbrochen und später wieder verkittet Entstehung Achat bildet sich in erster Linie in den Blasenhohlräumen von vulkanischen Gesteinen. Die Blasenhohlräume entstehen durch Gase die nicht mehr an die Oberfläche entweichen konnten. In einer späteren Phase füllten sich die Hohlräume mit verschiedenen Mineralien. Zur Achatentstehundg existieren eine Vielzahl von Theorien und seit 200 Jahren beschäftigt dieses Thema die Mineralogen. Heute spielt die Theorie nach Landmesser, die einen Diffusionsprozess bei der Entstehung annimmt eine bedeutende Rolle. Die unterschiedliche Farbe der Achate entsteht durch Eisen-und Manganverbindungen. Die einzelnen Lagen zeigen sehr feine bis gröbere Strukturen. In nicht ausgefüllten Hohlräumen findet man häufig andere Minerale. z.B Amethyst, Calcit, Hämatit, Zeolithe u.a Achate werden in der Schmuckindustrie verwendet. Vielfach wird er durch Brennen verfärbt oder durch andere Verfahren manipuliert. Literaturhinweise, Buchemphehlungen Plodowski, Gerhard;Werner, Rolf: Achate 1981. 38 Seiten, 22 Abbildungen, 16 Tafeln (Kleine Senckenberg-Reihe, Band 12) ISBN 978-3-510-61320-5 Landmesser, M. (2000): Wie entstehen Achate?. in extraLapis Nr. 19 (S. 5873) Landmesser, M. (1988): Bau und Bildung der Achate. in Lapis 13 Heft Nr.9 (S. 1128) Haake, Reiner Ein praktischer Führer zu den Achatvorkommen in Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt Verlag : Bode, D ISBN : 978-3-925094-72-9 Achat- Fundstellen in Thüringen Achate sind in Thüringen oft an die bekannten Schneekopfkugeln gebunden oder treten als Gangachat auf. Die unterstehende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ständig werden neue Fundstellen ausgemacht bzw. alte Fundstellen erlöschen. Einen Teil der Fundstellen kenne ich aus der eigenen Sammeltätigkeit. Ansonsten habe ich Literatur und Internet zur Erstellung der Listen genutzt. Insbesondere sind das: 1.Mineralien- und Fossilienatlas 2.Mineralfundpunkte in Thüringen/H.Vollstädt 3.Einheimische Minerale/ H.Vollstädt Achate aus Kiesgruben Kiesgrube Erfurt Kiesgrube Stotternheim Kiesgrube Bittstädt bei Arnstadt Kiesgruben bei Ohrdruf In der Kiesgrube konnte ich schon zahlreiche Kugeln finden. Hier ein Teilstück einer Kugel die einen Durmesse von etwa 40cm hatte und die nur noch in größeren Teilen geborgen werden konnte. Kiesgrube Boxberg bei Gotha Kiesgrube Schwabhausen bei Gotha Kiesgrube Immelborn Kiesgrube Altenburg/Nobitz Achate aus Schneekopfkugeln Gehlberg/Felsenschlag Die Fundstelle zählt zu den klassischen Fundstellen für Schneekopfkugeln. Die Achate der Fundstelle sind in den Farben weiß, braun und rot zufinden. Selten ist der Farbton orange. Neben einer festungsartigen Bänderung die sich oft um kristalline Hohlräume zieht findet man lagige Achate. Friedrichroda/Seebachfelsen Trotz über 100 Jahre sammeln am Seebachfelsen scheint die Funsstelle noch nicht erschöpft zu sein denn noch immer werden Funde gemacht. Nachfolgend ein Lagenachat den ich vor einigen Jahren dort finden konnte. Meisenstein/b.Winterstein Nesselhof/Floh-Seligenthal Die typische Farbe ist hellbraun oder hellorange. Intensiv rote Exemplare sind an der Fundstelle eine Seltenheit. Das umgebende Gestein ist am Nessehof typisch grün. Das Sammeln am Nesselhof ist inzwischen verboten. Den folgenden Achat veröffentliche ich mit der frdl.Genehmigung von B.Gutschera der mir das Bild aus seiner Sammlung zur Verfügung stellte Friedrichroda/Regensberg Friedrichroda/Gottlob Braune und rötliche Farbtöne. Die Fundstelle ist erloschen. Baumgartental Altersbach Mönchstal/Münzberg/Oberhof Georgenthal Geraberg/Arlesberg Rotterode Sonstige Fundstellen Arkadenachate/Schöngleina Die Fundstelle Schöngleina ist seit 1985 bekannt. Ein mit Steinen durchsetzter Kartoffelhaufen in der Nähe des Fundortes führte zur Entdeckung des Vorkommens. Karneol kommt im in dieser Region in lokaler Anreicherung im Chirotheriensandstein vor. Nur innerhalb diese Karneolvorkommens trifft man an wenigen Fundstellen auf Achat. Bekannt sind dafür u.a Wacholderberg bei Thalbürgel, Kahla oder Hetzdorf. Gangachat Etterwinden Gangachat/Georgenthal Gangachat/Altersbach Niehetal-Waldau Altenburg/Windischleuba Funde in den umgebenden Achatfundstellen sind möglich. Oftmals verwittert und von dunkler Farbe. Tännig/Lobenstein Lausnitz/Saalfeld Loitsch/Weida Achate werden weiter in Varietäten, Handelsnamen und Phantasienamen unterteilt auf die ich an dieser Stelle nicht eingehe. Für einen Teil der hier aufgeführten Fundstellen existieren Fundstellenbeschreibungen im Mineralien-Fossilienatlas. Den Link findet man hier Fundstellen für Schneekopfkugeln An dieser Stelle eine Liste der bekanntesten Fundstellen für Schneekopfkugeln. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ständig werden neue Fundstellen ausgemacht bzw. alte erlöschen. Brandkopf/Georgenthal Steinbruch/Georgenthal Seebachfelsen/Friedrichroda Gottlob/Friedrichroda Wasserbehälter/Friedrichroda Mönchsthal/Großer Münzberg/Oberhof Hachelstein/bei Struth-Helmersdorf Gehlberg/Felsenschlag Meisenstein/b.Winterstein Nesselhof/Floh-Seligenthal Atterode Altersbach Rotterode Spießberg/Friedrichroda Schneekopf/Oberhof Geraberg/Arlesberg Quellenverzeichnis Link
Schon im alten Ägypten erfuhr der Stein eine hohe Wertschätzung. Archäologische Funde von Schmuck und Gebrauchsgegenständen belegen die Beliebtheit von Achat. Industriell wird der Stein seit dem 19. Jahrhundert, mit der Entdeckung des Färbens durch Brennen, genutzt. Insbesondere Achate aus Uruguay wurden mit dieser Methode behandelt. Idar-Oberstein wurde in dieser Zeit ein Zentrum der Achatindustrie. Die wichtigsten Varietäten Augenachat oder Brillenachat Kugelige, rundliche Zeichnung Baumachat/Holzachat Durch Kieselsäure versteinerte Hölzer Festungsachat Festungsartige Bänder um ein Zentrum Onyx schwarze und weiße Lagen
Achat ist eine Varietät von Quarz und gehört zum trigonalen Kristallsystem. Kristallsysteme Mineralogie Beschäftigt sich mit Entstehung, Eigenschaften und Verwendung von Mineralien. Die Mineralogie untersucht durch welche Prozesse, in welcher Umgebung Minerale entstanden sind. Sie nutzt Erkenntnisse aus Geologie, Chemie, Physik und der Werkstoffkunde. Mineralogen erforschen die Eigenschaften von Mineralien und ebnen so den Weg zu neuen Nuzungsmöglichkeiten. Gesteinsansprache, Lupe und Salzsäure sind auch heute noch Mittel um erste Untersuchungen durchzuführen. Eine exakte Beschreibung des Gefüges und der Textur sowie des Mineralbestandes stehen im Vordergrund. Im Labor stehen heute vielfache Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Röntgenfluoreszenzanalyse, Polarisationmikroskopie oder Neutronenbeugung helfen den Mineralogen bei der Probenanalyse und der exakten Bestimmung von Mineralen.
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