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Biotitleisten Ehrenberg
Biotit in einem Gneis
Biotit Morphologie: tafelig, kurzprismatisch, blättrige Aggregate, Blättchen
Wilhelm Ritter von Haidinger Ab 1812 studierte Haidinger am Johanneum in Graz Mineralogie bei Mohs und setzte sein Studium 1817 in Freiberg, ebenfalls bei Mohs fort. Er assistierte C.G.Adalbert bei der Katalogisierung der Gesteinssammlung von Werner. Von 1822 bis 26 reiste er durch Europa und übersetzte die Schriften von Mohs ins englische. 1840 wurde Haidinger zum Bergrat in Wien berufen. Dort leitete und katalogisierte er die Mineraliensammlung der Hofkammer. 1845 gab er eine geognostische Karte für Österreich heraus. 1866 ging Haidinger in den Ruhestand. Seit dem 07.04.1842 war er korrespondierendes Mitglied an der Preußischen Akademie der Wissentschaft. Haidinger ist der Entdecker und Erstbeschreiber zahlreicher Minerale und erhielt schon zu Lebzeiten zahlreiche Ehrungen. Die Haidinger Medaille ist die höchste Auszeichnung die von der Geologischen Bundesanstalt vergeben wird. Charakteristische Kristallform
Seit 1999 gilt Biotit (Magnesiumglimmer, Dunkelglimmer) nicht mehr als eigenständiges Mineral sondern als ein Mischkristall. 1847 beschrieb Hausmann das Mineral und benannte es nach dem französischen Physiker J.B.Biot. Das Mineral ist dunkelbraun bis schwarz und undurchsichtig bis durchscheinend sowie elastisch biegsam. HCL wirkt schwach auf Biotit ein während Schwefelsäure es vollständig zersetzt. Biotit kommt in vielen Magmatiten, so z.b. in Graniten, Syeniten, Dioriten, vor. Manchmal findet man es zusammen mit Muskovit mit dem es verwachsen sein kann. In metamorphen Gesteinen ist das Mineral weit verbreitet. Hier insbesondere in Gneisen und Glimmerschiefern. Sehr selten findet man es in hydrothermalen Gängen. Durch chemische Verwitterung wird es relativ schnell zersetzt und verliert seinen Glanz und seine Elastizität. Bei vollständiger Zersetzung bilden sich Tonminerale und Eisenhydroxid. Manchmal findet man es in Sedimneten wo es durch Oxydation eine kräftige Goldtönung besitzen kann. (Katzengold) Wird als Mineral kaum genutzt ist aber als gesteinsbildendes Mineral wichtig.
Biotit- Fundstellen in Thüringen Biotit ist mir in Thüringen nur als gesteinsbildendes Mineral in magmatischen und metamorphen Gesteinen bekannt und als große Kristalle vom Ehrenberg in Ilmenau. In meiner Sammlung befinden sich größere Aggregate von Biotit auch als Verwitterungsprodukt. Im Volksmund sind solche Kristalle als „Katzengold“ bekannt. In Weitisberg im Henneberggranit soll es ebenfalls, ähnlich wie in Ilmenau, große Biotitleisten geben. Weitere Fundstellen Ronneburg Verwandte Themen Porträt Quarz Die Eigenschaften der Minerale Lesen Sie auch Fundstelle: Fluorithalde Schönbrunn Fundstelle: Gehren + Tunnel ICE Quellenverzeichnis Link
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